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Besuch der Neuen Osnabrücker Zeitung am 10. Dezember 2010
Frank Vehring
Am 10. Dezember 2010 besuchte der 8. Jahrgang im Zuge des Wandertags das Medienhaus und Druckzentrum der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ). Nach der Begrüßung durch zwei Mitarbeiterinnen des Medienhauses wurde zunächst ein Überblick über die Geschichte und Eckdaten der NOZ gegeben. Sie entstand im Jahre 1967 durch die Zusammenlegung (Fusion) der beiden Zeitungen Neue Tagespost und Osnabrücker Tageblatt. Herausgeber ist das Druck- und Verlagshaus Fromm.
Die NOZ produziert nicht nur für die Stadt Osnabrück, sondern auch für den Landkreis Osnabrück, das Emsland und einen Teil von Nordrhein Westfalen mit einer Gesamtauflage von über 160.000 Zeitungen. Bei allen sind die ersten 8 Seiten, also die Titelseite, Politik, Wirtschaft, Nordwest, Einblicke und Sport identisch (gleich). So unterscheiden sich z.B. die Lingener Tagespost und die Ems-Zeitung (Papenburg) durch den unterschiedlich gestalteten Lokalteil.
Nachdem erklärt wurde, wer und was an der Entstehung einer Zeitung beteiligt ist (Redakteure, Presseagenturen), und wie ein Tagesablauf in einer Redaktion und in einem Druckzentrum aussieht, konnten sich die Schülerinnen und Schüler eine Pause mit Erfrischungsgetränken gönnen.
Die anschließende Führung durch das Druckzentrum war spannend und sehr interessant.
Da im Druckzentrum trotz Schallschutz ein hoher Lärmpegel herrscht, wurden alle mit Kopfhörern ausgestattet, um die Leiterin mit Mikrophon besser zu verstehen.
Im Papierlager befinden sich Rollen in 3 unterschiedlichen Breiten, die den Bedarf für viele Ausgaben sicherstellen. Diese sind so schwer wie ein Kleinwagen, weshalb sie mit Gabelstaplern und über ein Schienensystem an die Druckmaschinen transportiert werden müssen.
Die Druckmaschinen sind mittlerweile voll automatisiert, d.h. wo früher für das Einfädeln der Papierrolle noch 3-4 Mitarbeiter ca. 25 Minuten benötigten, fädelt heute ein Mitarbeiter die Rolle ein, den Rest erledigt ein Fördersystem in 20 Sekunden. Die Farben für den Druck (Schwarz, Magenta, Cyan, Gelb) werden aus Tanks in einem Nebenraum über ein Leitungssystem direkt an die Maschinen gepumpt.
Die Zeitungen werden mit dem Offsetdruck-Verfahren hergestellt. Hierzu werden elastische Druckplatten aus Aluminium an den Stellen, die bedruckt werden sollen, mit Kunststoff beschichtet und in einem aufwendigen Verfahren in einem Arbeitsgang beidseitig bedruckt (siehe rechts-->).
In Nähe der Druckmaschinen befindet sich auch die Leitzentrale, wo die Mitarbeiter u.a. die fertig erstellten Zeitungsseiten aus der Redaktion erhalten und in Druck senden. Außerdem werden dort die Feineinstellungen für den Druck (Farbe, Kontrast, Druckgeschwindigkeit) vorgenommen und überprüft.
Die Zeitungen werden über ein Fördersystem in den Versand transportiert. Einige Zeitungsseiten, die nur am Samstag zu lesen sind, wie z.B. die KFZ-Welt und Job-Welt, werden bereits am Freitag gedruckt und im Versand auf großen Rollen zwischengelagert (siehe rechts-->).
Auch werden an diesem Ort die Prospekte, die in jeder Zeitung zu finden sind, zwischengelagert und dann in die Zeitungen gesteckt. Das geschieht automatisch.
Im Versand werden die Zeitungen dann für die einzelnen Orte gepackt und abgeholt, um dann von den 1850 Zustellerinnen und Zustellern an die Haushalte verteilt zu werden, und das bis spätestens um 7 Uhr.
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